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Der Bildhauer und ehemalige Professor der Hochschule Pforzheim, Peter Jacobi, hat mit seinem Modell eines siebeneckigen Gedenkpavillons für Johannes Reuchlin Anregungen von Tempelarchitekturen aus der Renaissance aufgegriffen und modifiziert. Sie gehen auf antike Vorstellungen zurück und schaffen einen architektonischen Rahmen für die Ideenwelt Reuchlins. Zu sehen ist das Modell während der bekannten Öffnungszeiten im Foyer des Pforzheimer Schmuckmuseums.

Zu seinem Entwurf schreibt der Künstler und Professor Peter Jacobi folgendes:

Das Denken und Wirken Johannes Reuchlins ist in Pforzheim vielfach präsent. Der große Humanist trägt zu Würde und Stolz der Stadt bei, denn seine Werke gehören zum Universalgut der Menschheit. Diese Pavillon-Gedenkskulptur ist eine Widmung an den berühmten Sohn der Stadt.
Das Reuchlinjahr anlässlich des 500. Todestages gab den Ausschlag, aus dem jetzigen Zeitgeist heraus ein Denkmal zu errichten. Der Entwurf ist mit den freien Mitteln der Gegenwartskunst geschaffen. Es ist ein bildhauerisches, architektonisches Konstrukt, das verschiedene stilistische Elemente wie z.B. Konstruktives zu einer neuen Einheit zusammenfügt. Die siebeneckige Form des Pavillons bezieht sich auch auf die in der abendländischen Tradition präsenten »sieben Tugenden«. Vier davon haben ihren Ursprung in der antiken Philosophie – Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Die anderen drei – Glaube, Liebe, Hoffnung – entstammen dem Christentum.
Ein Kranz von sieben schlanken Doppelsäulen trägt die obere Partie. Die Säulen sind identisch, werden aber ungleich gesetzt – ein schlankes Ende oben und ein breites Ende unten. So ergibt sich eine lebendige, imaginäre, kreisförmige »Bewegung«. Die Gestaltung der Bodenformation ist bis auf die Spiegelung mit der inneren Deckenform identisch. Die zentrale Bodengestaltung verjüngt sich nach unten, so sind Vorstellungen an das darunterliegende Erdreich denkbar. Der Betrachter im Innenraum blickt unwillkürlich durch die Öffnung, zum Himmel, also dorthin, wo wir Reuchlins Seele vermuten.

Genauere Informationen zu den Denkmälern Peter Jacobis finden Sie hier als Download.

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