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Anlässlich des Reuchlinjahres hebt das Kommunale Kino einen humanistischen Stummfilmschatz – vor Ort in der benachbarten Schlosskirche und in Kooperation mit der Ökumenischen Citykirche: Am Montag, den 27. Juni um 20:00 Uhr vertont der Organist Andreas Benz live an der frisch restaurierten Steinmeier-Orgel den fast hundertjährigen Stummfilm Nathan der Weise: Die Verfilmung des Bühnenstücks von Gotthold Ephraim Lessing ist ein bildgewaltiger, eindrucksvoll inszenierter und faszinierend gespielter Ausstattungsfilm und feierte 1922 mit dem Übertitel „Der Film der Humanität“ Premiere.

Das pazifistische, zu seiner Entstehungszeit als revolutionär gepriesen Filmdrama von Manfred Noa spielt im Jerusalem zur Zeit des Dritten Kreuzzugs. In der biblischen Stadt leben Angehörige des Christentums, des Judentums und des Islam Seite an Seite. Der Film, der in Deutschland nach 1933 keine Aufführung mehr erlebte, galt lange Zeit als verschollen. Erst 1996 wurde in Moskau eine vollständige Schwarzweißkopie entdeckt. 2006 wurde er in der hier gezeigten viragierten Fassung erneut veröffentlicht.

DE 1923 | Regie: Manfred Noa | Mit: Werner Krauss, Carl de Vogt, Lia Eibenschütz | ab 0 Jahren | 123 Minuten

Vorverkauf ab sofort unter www.koki-pf.de und im Kino | Abendkasse ab 19:00 Uhr
Eintritt: 14,00 € | ermäßigt 10,00 €
Schlosskirche Pforzheim | Schlossberg | 75175 Pforzheim

Johannes Reuchlin (1455-1522) ist eine der herausragenden Gestalten der Pforzheimer Geschichte. Sein Einsatz für Toleranz, Respekt und Menschenrechte haben den großen Humanisten bis heute ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben.

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