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Reuchlinjahr 2022

Reuchlinjahr 2022

Mit dem Reuchlinjahr 2022 feiert Pforzheim ein Jubiläum zum Mitmachen für die ganze Stadtgesellschaft. Die Botschaften des Humanisten und Anwalts der Menschenrechte sind heute noch hoch aktuell.

01.01.2023

Beleuchtetes Museum Johannes Reuchlin

Mit Lesungen, Wortbeiträgen, Musik und einem filmischen Rückblick lässt das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Ökumenischen Citykirche, dem Reuchlin-Gymnasium Pforzheim, dem Rat der Religionen und weiteren Kooperationspartner:innen das Reuchlinjahr 2022 Revue passieren. Im Anschluss finden kostenfreie Führungen durch das Museum Johannes Reuchlin und der Vorführung der Klanginstallation im Stiftschor statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Reuchlin gehört allen!

24.12.2022

Mit dem Reuchlinjahr 2022 feierte Pforzheim ein Jubiläum zum Mitmachen für die ganze Stadtgesellschaft. Die Botschaften des Humanisten und Anwalts der Menschenrechte sind heute noch hoch aktuell.

Pforzheimer Zeitung vom 09.12.2022:

Kein Privileg der Frommen

Studium Generale: Professor Heiner Bielefeldt beleuchtet im Reuchlinjahr die Religionsfreiheit.

Beim Studium Generale an der Hochschule Pforzheim ist Professor Heiner Bielefeldt zu Gast gewesen. Der Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Universität Erlangen-Nürnberg stellte seinen Vortrag im Walter-Witzenmann-Hörsaal unter das Motto „Verkanntes
Menschenrecht? Aktuelle Auseinanderset
zungen um die Religionsfreiheit“. Der Vortrag hat auch zu den Veranstaltungen im Reuchlinjahr 2022 gehört.




Zum Auftakt zählte Bielefeldt Johannes
Reuchlin substanziell in die „Ahnengalerie der Religionsfreiheit“. „Vieles von dem, was Reuchlin damals vor über 500Jahren angedacht hat, ist nach wie vor aktuell, wenn auch in ganz neuen Drehungen“, stellte er fest. Er berichtete von seinen Aufgaben bei der UN als Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit. „Religionsfreiheit ist ein sehr ernstes Thema“, sagte er. „Manchmal nimmt es dramatische Ausmaße an und wir erleben Verweigerungen der Religionsfreiheit in allen Teilen der Welt, wenn auch in völlig unterschiedlichen Formen und Intensitätsgraden.“ Er stellte fest, dass Religionsfreiheit gelegentlich verdreht werde und sogar als Instrument kulturkämpferischer Polarisierung um ihren menschenrechtlichen und freiheitsrechtlichen Sinn gebracht werde. Der Professor machte auf eine seltsame Wahrnehmung aufmerksam, bei der Menschenrechte und Religionsfreiheit voneinander getrennt betrachtet werde. Außerdem zeigte er auf, dass Religionsfreiheit mitunter ins Autoritäre hinein verbogen werde, als Rückendeckung für Gesetze, die eigentlich menschenrechtsverletzend sind. „Menschen in Todestrakte zu schicken wegen religiöser Beleidigungen, das ist natürlich menschenrechtlich völlig indiskutabel“, so Bielefeldt. Er betonte, dass Religionsfreiheit ein Menschenrecht sei, das Menschen schütze und nicht die Ehre Gottes. Dabei hob er hervor, dass Religionsfreiheit nicht nur ein Privileg der Frommen sei, sondern ein Recht für alle, auch für Atheisten.

Löbliche geben Impuls

Die Idee, Bielefeldt einzuladen, stammte von Christoph Mährlein, Obermeister der Löblichen Singergesellschaft von 1501. Bielefeldt wurde 1954 in der Nähe von Aachen geboren und studierte an den Universitäten von Bonn und Tübingen Philosophie, Theologie und Geschichte.
Seine Habilitation folgte dann an der Universität Bremen mit einer Arbeit über die Philosophie
der Menschenrechte. Zu seinen Tätigkeiten gehörte unter anderem in den Jahren 2012 bis 2016 das Amt des UN-Sonderberichterstatters für Religions- und Weltanschauungsfreiheit.

Claudia Keller, Pforzheimer Zeitung

Pforzheimer Zeitung vom 27.11.2022:

Pforzheim. Das Konzert des Bundespolizeiorchesters München hat das Publikum im CCP begeistert. Das sinfonische Blasorchester löste am Freitagabend tosenden Applaus und laute Rufe nach Zugaben aus. Anlässlich des Reuchlinjahrs präsentierte das 46-köpfige Orchester mit Gastdirigent Andreas Seger auf Einladung des Kulturamts ein abwechslungsreiches Programm. Die Berufsmusiker in Uniform verstanden es von Anfang an, das Publikum mitzunehmen, was sicher auch der bunt gemischten Liedauswahl zu verdanken war. Es ist eines von drei Bundespolizeiorchestern und vor allem im süddeutschen Raum unterwegs.

Reuchlins Werten verpflichtet

Den Anfang machte die Ouvertüre zum Musical „Candide“ von Leonard Bernstein. „Was für ein fulminanter Auftakt“, sagte Oberbürgermeister Peter Boch bei der Begrüßung von rund 600 Zuhörern. „Mir geht das Herz auf, wenn ich den vollbesetzten Saal sehe“, freute er sich über die zahlreichen Besucher, die sich die einmalige Gelegenheit, ein hochkarätiges Orchester kostenlos zu hören, nicht entgehen ließen. Er zählte Werte wie Toleranz, Respekt, Wertschätzung, Verständigung und Weltoffenheit auf, die das Orchester vertrete. Das Benefizkonzert zugunsten der PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ sah er in guter Tradition der Konzertreihe der Unternehmerfamilie Richter, die sonst uniformierte Orchester in der Vorweihnachtszeit präsentiert. Boch äußerte seine Hoffnung, dass diese Tradition von Familie Richter nach der Pandemie aufleben wird.

„Tauchen sie mit uns ein in die Welt der Musik“, sagte Marlene Unterthiner, die durch das Programm führte.

Lateinamerikanische Rhythmen erklangen beim Stück „El Camino Real“ von Alfred Reed. Danach wurde die „Bourrée“ zunächst in der Version von Johann Sebastian Bach von Solist Pierre Verrept präsentiert, gleich darauf in der Version von „Jethro Tull“. Es folgten Melodien aus dem Kinohit „Fluch der Karibik“, die zum Einschalten des Kopfkinos einluden.

Bekannte Hits 

Die ausgezeichneten Musiker begeisterten nach der Pause unter anderem mit einem Udo-Jürgens-Medley, gesungen von Werner Willems, was die Zuhörer sofort begeistert mitklatschten ließ. Auch das Medley bekannter Hits aus den 1980er-Jahren kam besonders gut an, was nur noch vom bombastischen Liederreigen der Band „Queen übertrumpft wurde. Der letzte Ton war noch nicht verklungen, als das Publikum schon begeistert klatschend aufstand und Zugaben forderte. Die Musiker kamen dem gerne nach und spielten bei „Hoch Heidecksburg“ nochmals die Stärken eines Blasorchesters voll aus, ehe sie mit John-Miles-Hit „Music“ einen ergreifenden Schlusspunkt setzten.

Claudia Keller, Pforzheimer Zeitung

Pforzheimer Zeitung vom 03.11.2022:

Pforzheim. Anlässlich des Besuchs von Renke Deckarm, dem Pressesprecher und stellvertretender Leiter der Regionalvertretung der EU-Kommission in München (die PZ berichtete), hat die Abteilung Europa und Städtepartnerschaften durch den „Markt der EU-Projekte“ in der Stadtbibliothek geführt.
Dafür hatten städtische Ämter und Eigen-betriebe sowie freie Träger die Möglichkeit, aktuelle, von der EU geförderte Projekte aus Pforzheim vorzustellen. Präsentiert wurden insgesamt zwölf Projekte, die sich etwa mit Themen wie digitale Kompetenzen, Integration oder gesellschaftliche Teilhabe befassen. Zielgruppen sind meist gesellschaftlich und sozial benachteiligte Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund sowie Frauen mit Zuwanderungsgeschichte.
Außerdem waren neben dem Erasmus+-Projekt „Powered by Reuchlin“ auch der WSP mit seinem europaweiten BAS-Projekt sowie die Integrationsbeauftragte Anita Gondek mit dem Projekt „BIG“ dabei. Auch das BIWAQ-Projekt „Uhrwerk 4.0“ von Jobcenter, GBE und Q-Prints & Service sowie vier Projekte von Q-Prints & Service stellten sich vor.

pm, PZ

Konzert des Bundespolizeiorchesters München

28.10.2022

Bundespolizeiorchester München

Zur Feier des Reuchlinjahres 2022 gastierte das Bundespolizeiorchester aus München in seiner großen Besetzung am Freitag, den 25. November, um 19 Uhr in Pforzheim. Unter seinem Gastdirigenten Andreas Seger spielte es im CongressCentrum ein Programm, das mit Schlüsselthemen Reuchlins in Verbindung steht. Das musikalische Repertoire des Orchesters reicht von Klassik über Filmmusik bis hin zu Rock und Pop.

Aufgrund der Energie- und Finanzkrise, die viele Haushalte derzeit stark belastet, hat das Kulturamt entschieden, die Eintrittsspende in eine freiwillige Spende umzuwandeln. Das Konzert des Bundespolizeiorchesters München wird vom Kulturamt veranstaltet in Kooperation mit der Wirtschafts- und Stadtmarketing Pforzheim GmbH.

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