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Reuchlinjahr 2022

Reuchlinjahr 2022

Mit dem Reuchlinjahr 2022 feiert Pforzheim ein Jubiläum zum Mitmachen für die ganze Stadtgesellschaft. Die Botschaften des Humanisten und Anwalts der Menschenrechte sind heute noch hoch aktuell.

Reuchlin für Kinder – Ein Podcast

 

24.02.2022

Palaver Podcast mit Susanne Reinmüller, Petra Gerster

Susanne Reinmüller, unsere Beauftragte für Kulturelle Bildung der städtischen Museen, und Petra Gerster, Museumspädagogin und Leiterin einer städtischen Kita, waren zu Besuch bei Palaver. Gemeinsam mit Gabi Theilmann vom Verein Goldader Bildung Pforzheim und Enzkreis e.V. sprechen sie über das Museum Johannes Reuchlin und erzählen uns von ihren Erfahrungen in der Museumspädagogik.

„Sie nehmen uns mit zu einem kindgerechten Ausflug ins Reuchlinmuseum, bei dem Kindergarten- und Grundschulkinder die Zeit Reuchlins nachempfinden können.“ (Goldader e.V.)

Nachhören können Sie den Podcast hier.

Rückblick: Volles Haus bei Reuchlin-Vortrag in Bretten

21.02.2022

Einen ausgebuchten Saal bescherte der Vortrag von Dr. Matthias Dall’Asta im Rahmen des Reuchlinjahres 2022 der Europäischen Melanchthon-Akademie in Bretten. In der Gedenkhalle des Melanchthonhauses referierte der Heidelberger Historiker und Reuchlinforscher über „Johannes Reuchlin und den jungen Melanchthon. Narrative von Kontinuität und Wandel“. Die Besuchenden dankten ihm mit anhaltendem Applaus.

Weitere Impressionen des Abends finden Sie in unserer Jubiläumschronik.

Rückblick: Reuchlin an den Universitäten in Frankreich

13.02.2022

Am vergangenen Dienstag, den 08. Februar 2022, gestaltete die Deutsch-Französische Gesellschaft Pforzheim (DFG) eine französischsprachige Soirée mit vier Referentinnen zum Thema Reuchlin an den Universitäten in Frankreich. Sonja Honold von der DFG berichtet von dem Abend Folgendes:

[…] Was faszinierte diesen klugen Kopf denn so an Frankreich, dass er beinahe sein gesamtes Rechtsstudium dort absolvierte, nachdem er von 1447 bis 1477 in Basel die sieben Freien Künste studiert und den Baccalaureus Titel und Magister Artium erworben hatte? Waren es der gute Ruf der Universitätsstadt Paris, die schönen Mädchen oder die nahrhafte Kost dort?
Dieser interessanten und schwierigen Frage näherten sich die vier klugen Referentinnen der Reuchlin-Soirée, die am Dienstagabend im Musikzimmer des Hildagymnasiums auf kundige und differenzierte Weise in französischer Sprache einen Überblick über die Studienjahre von Johannes Reuchlin in Frankreich gegeben haben. […]

Den ganzen Bericht finden Sie in unserer Jubiläumschronik.

Dr. Matthias Dall’Asta im Portrait

12.02.2022

Wir freuen uns sehr, Ihnen unseren Gast für das kommende Wochenende vorstellen zu dürfen:

Dr. Matthias Dall’Asta studierte evangelische Theologie, Klassische Philologie und Italianistik in Tübingen, Göttingen und Rom. Seit 1994 ist er Mitarbeiter der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, an der er sich schwerpunktmäßig mit den beiden südwestdeutschen Humanisten Johannes Reuchlin und Philipp Melanchthon beschäftigt, bis 2007 in der Reuchlin-Forschungsstelle in Pforzheim, seit 2008 in der Melanchthon-Forschungsstelle in Heidelberg.

Alle weiteren Informationen zu Dr. Dall’Astas Vortrag zum Thema »Johannes Reuchlin und der junge Melanchthon. Narrative von Kontinuität und Wandel« finden Sie in unserem digitalen Veranstaltungskalender. Herzliche Einladung!

Aleida Assmann über Johannes Reuchlin

29.01.2022

Aleida Assmann

Aleida Assmann schreibt zu Johannes Reuchlins 567. Geburtstag:

Wenn wir an Reuchlin denken, blicken wir über 500 Jahre hinweg in eine Zeit, in der die Grundlagen unserer Kultur gelegt wurden. Um 1500 begann die Moderne in verschiedenen Gestalten, die sich mit drei Stichworten erfassen lassen: Humanismus, Reformation und Kolonialismus. In der Welt des Umbruchs, in die er hineingeboren wurde, war er ein hervorragender Anwalt für kulturelle Öffnung, für Verständigung und Übersetzen, sowie für die Verknüpfung von Überlieferungen. In Zeiten der Spaltungen und Feindbilder verkörperte er einen humanen Humanismus und setzte entgegengesetzte Zeichen. Was schulden wir ihm an seinem Geburtstag? Nichts anderes, als diese Zeichen wiederzuentdecken und immer wieder fruchtbar zu machen.“

Wir freuen uns sehr, Prof. Dr. Aleida Assmann am 28. Mai 2022 bei uns in Pforzheim begrüßen zu dürfen!
Nähere Informationen finden Sie in Kürze in unserem Veranstaltungskalender.

Reuchlin gehört allen!

 

Das Reuchlinjahr 2022:
Erinnern, Mitmachen, Mitgestalten.

Johannes Reuchlin

Johannes Reuchlin (1455-1522) ist eine der herausragenden Gestalten der Pforzheimer Geschichte. Sein Einsatz für Toleranz, Respekt und Menschenrechte haben den großen Humanisten bis heute ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben. Seine Botschaft „Erkundet das Fremde, zerstört es nicht“ ist mit Blick auf den lokalen und globalen Wandel aktueller denn je.

Der Todestag Reuchlins jährt sich am 30. Juni 2022 zum 500. Mal. Das ist Anlass für die Stadt Pforzheim, ein großes Reuchlinjahr zu begehen. Das Motto lautet: Reuchlin gehört allen! Das Reuchlinjahr ist als Mitmach- Jubiläum konzipiert: zum Erinnern, zum Mitmachen und zum Mitfeiern. Die gesamte Stadtgesellschaft ist herzlich dazu eingeladen. Kulturschaffende, Vereine, Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Region wirken an dem gemeinsamen und vielfältigen Veranstaltungsprogramm mit, das der Reuchlinbeauftragte der Stadt Pforzheim, Dr. Christoph Timm, kuratiert. Das reich gefüllte Programmbuch erscheint am 25. Januar. Gleichzeitig geht der digitale Kalender des Reuchlinjahres online.Reuchlin war ein blitzgescheiter Gelehrter, promovierter Jurist, ein Sprachgenie, das sechs Sprachen beherrschte, Literat und Philosoph: ein Humanist durch und durch, der stets den Menschen in den Mittelpunkt seines Denkens rückte.

Indem wir Reuchlins Leben, Werk und Wirkung bei Führungen und Vorträgen, in Ausstellungen und Konzerten, im Theater, Kino, bei Lesungen sowie bei museumspädagogischen Veranstaltungen und in vielfältigen Projekten, analog und digital, beleuchten, tragen wir zur Verbreitung der Kenntnis dieses außergewöhnlichen Europäers und Verfechters der Menschenrechte quer durch alle Gruppen der Stadtgesellschaft bei.

Reuchlin hat lediglich die ersten fünfzehn Jahre seines Lebens in Pforzheim verbracht. Danach begann seine akademische Laufbahn, die ihn weit über die Grenzen des Reiches hinaus führte, etwa ins Umfeld der Medici in Florenz. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte Reuchlin in Stuttgart, wo er 1522 in der Leonhardkirche seine letzte Ruhestätte fand. Er ist seiner Geburtsstadt sein Leben lang eng verbunden geblieben, wie seine Signatur: „Ego Johannis Reuchlin phorcensis“ belegt: „Ich bin Johannes Reuchlin aus Pforzheim“.

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